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Vermeide diese 3 Fehler während der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist die sensibelste Zeit im Leben einer Frau – eine Zeit voller Veränderungen – sowohl emotional als auch körperlich. Der Körper leistet in diesen Monaten herausragende Arbeit, um ein neues Leben zu schaffen. Dabei solltest Du ihn bestmöglichen unterstützen. Es gibt ein paar Fehler, die in der Schwangerschaft vermieden werden sollte. Bestenfalls achtest von Beginn an darauf, wenn nicht sogar schon vorher. Die folgenden drei Fehler gehören zu den Häufigsten und können leicht vermieden werden. 

 

1. Zu wenig Flüssigkeitszufuhr

 

Wasser ist für unseren Körper immer essenziell – doch während der Schwangerschaft ist genug Flüssigkeitszufuhr unbedingt notwendig. Mehr Wasser im Körper wird benötigt, um das erhöhte Blutvolumen zu unterstützen, Fruchtwasser zu bilden und die Nährstoffversorgung deines Babys zu garantieren.

 

Zu wenig trinken kann nicht nur zu Dehydrierung führen, sondern auch Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Verdauungsprobleme auslösen. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu frühzeitigen Wehen kommen.

 

 

 

 

Was Du tun kannst

  • Trinke gleichmäßig über den Tag verteilt circa 40-50ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht. Das entspricht ungefähr 2-3. Bei sportlicher Aktivität solltest Du pro Stunde Bewegung 1 Liter mehr trinken.
  • Bereite Dir die Trinkmenge am Besten schon morgens vor, damit Du weißt, ob Du dein Volumen einhältst.
  • Füge deinem Wasser Geschmack hinzu durch Zitrusfrüchten, Minze, Beeren, oder trinke ab und zu ungesüßten Tee.

 

2. Warten, bis Beschwerden da sind

 

Viele Frauen meinen, dass körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Müdigkeit als „normal“ sind – schließlich gehört das zur Schwangerschaft dazu, oder?

 

Doch das ist ein absoluter Irrglaube! Bestenfalls sorgst Du schon vorher für ein ausgewogenes Wohlbefinden, statt erst zu reagieren, wenn schon Verspannungen und Schmerzen da sind.

Denn Beschwerden in der Schwangerschaft können sich verschlimmern und dich im Alltag stark einschränken.

 

Rückenschmerzen, Beckenbodenschwäche oder Verspannungen werden oft unterschätzt und können langfristige Folgen – meist weit über die Schwangerschaft hinaus - haben.

 

Was Du tun kannst

  • Integriere frühzeitig sanfte Bewegungen wie Schwangerschaftsyoga, gezieltes Training für das jeweilige Trimenon, sowie Schwimmen oder Spaziergänge in deinen Alltag.
  • Achte auf regelmäßige Pausen und vermeide Einseitigkeit im Alltag, wie zum Beispiel langes Sitzen und Fehlhaltungen.
  • Wende Dich an Fachpersonal, um frühzeitig gegen deine Beschwerden vorzugehen und eine Verschlimmerung auszubremsen.

 

3. Die Haltung missachten

 

Die Schwangerschaft bringt eine enorme körperliche Veränderung mit sich, was sich auf Knochen, Muskeln, Organe und schließlich auf die Körperhaltung auswirkt. Der wachsende Babybauch verlagert deinen Schwerpunkt, und es kommt häufig zu einer verstärkten Lordose in der LWS (Hohlkreuz), hängenden Schultern und Ausgleichsbewegungen. Ist man sich der eigenen Haltung nicht bewusst, verstärken sich die Fehlhaltungen mit Fortschreiten der Schwangerschaft.

 

Eine schlechte Körperhaltung kann Rückenschmerzen, Verspannungen und Gelenksprobleme hervorrufen. Sogar die Atmung kann beeinträchtigt werden, welche für deine Gesundheit während der Schwangerschaft und auch unter der Geburt deines Babys essenziell ist. Außerdem wird der Beckenboden stark belastet, was zu Beckenbodenschwäche und damit einhergehenden Problemen nach der Geburt führen kann.

 

Was Du tun kannst

  • Achte bewusst auf eine aufrechte Haltung: Zieh die Schultern leicht nach hinten, halte den Kopf gerade und behalte immer eine gewissen Grundspannung in der Bauch- und Beckenbodenmuskulatur.
  • Nutze Yoga, Pilates und gezieltes Schwangerschaftstraining, um deine Körperwahrnehmung zu üben und eine gesunde Haltung zu fördern.
  • Vermeide langes Sitzen, lange Autofahren und verwende bestenfalls einen Gymnastikball oder ein ergonomisches Kissen.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

 

Während der Schwangerschaft sollten dein Wohlbefinden und deine Gesundheit oberste Priorität haben – nicht nur für dich, sondern auch für dein Baby. Indem du genug trinkst, Beschwerden frühzeitig angehst und auf eine gute Haltung achtest, schaffst du die Grundlage für eine entspannte und gesunde Schwangerschaft, eine unkomplizierte Geburt und eine schnelle Regeneration im Wochenbett.

 

 

Denke immer daran: Dein Körper erschafft gerade ein wahres Wunderwerk, also gib ihm die nötige Unterstützung, die er verdient! //mw